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Feuerwehrgerätehaus Oberbalbach: Einweihung im Rahmen eines zweitägigen Festes / Rund 6000 Arbeitsstunden in Eigenleistung

Neubau "war eine gute Entscheidung"

"Wir befinden uns jetzt auf der Höhe der Zeit": Gemünzt war diese Aussage vom sichtlich stolzen Kommandanten der Abteilung Oberbalbach der Freiwilligen Feuerwehr, Marko Dittmann, auf das an- und umgebaute Gerätehaus, das in einem feierlichen Rahmen seiner Bestimmung übergeben wurde.

Die Einweihung des neuen Domizils der örtlichen Floriansjünger nahm man im Lauda-Königshöfer Stadtteil am Wochenende zum Anlass für ein zweitägiges Fest, bei dem am Sonntag nach dem morgendlichen Gottesdienst mit Umzug am Nachmittag noch eine große Fahrzeug- und Geräteschau mit diversen Unterhaltungsspielen auf dem Programm stand.

Bei beeindruckender musikalischer Umrahmung durch das Trio der Alphornbläser, Alois Dittmann, Josef Ruf und Albert Mohr, sowie bei Moderation durch den lokalen Stadtrat Christian-Andreas Strube eröffnete der Abteilungskommandant die würdige Feierstunde am im neuen Glanz erstrahlenden Feuerwehrgerätehaus mit einem kleinen Erinnerungspräsent an den Bürgermeister, ehe Marko Dittmann zuerst ein Lob an den Gemeinderat richtete. Dieses Gremium habe nämlich erkannt, dass die Wehr mehr sei als ein Verein oder eine Interessengruppe, schließlich erfülle man eine öffentliche Aufgabe, betonte Dittmann, der dann näher auf den ehrenamtlichen Dienst an der Gemeinschaft einging.

"Allein mit einer hohen Einsatzbereitschaft und einer guten Ausbildung unserer Feuerwehrleute ist es jedoch nicht getan; auch die materiellen Voraussetzungen müssen stimmen", unterstrich der Kommandant, der daraufhin mit einigen Daten und Fakten zum nunmehrigen Domizil aufwartete. Bereits im November 2002 habe sein Vorgänger Gebhard Hofmann die ersten Gespräche geführt, wusste Marko Dittmann, der in diesem Zusammenhang auf die Anschaffung eines gebrauchten Fahrzeuges verwies. In den vergangenen dreieinhalb Jahren habe man Stück für Stück das Gebäude auf den jetzigen Stand gebracht, freute sich der Redner, der besonders auf den großen Unterrichtsraum und die schmucke Küche aufmerksam machte.

Bei den Gesamtkosten von über 80 000 Euro fehle als wichtiger Teil noch die Eigenleistung der Mitglieder mit rund 6000 Arbeitsstunden, ergänzte Dittmann, der bei einem hochgerechneten Stundenlohn auf einen Betrag von mehr als 150 000 Euro kam, bevor im Anschluss auch Bürgermeister Thomas Maertens dieses "unermüdliche Engagement für das Gemeinwohl" hervorhob. Die Wehrmänner seien darüber hinaus in jeder Notsituation hilfsbereit zur Stelle, und dies bei Tag und Nacht, verdeutlichte das Stadtoberhaupt, das anmerkte, dass sich dabei das Einsatzgebiet schon lange nicht mehr nur auf die Brandbekämpfung beschränke.

"Dafür muss die Ausstattung der Wehren natürlich modern, zeitgemäß und einsatzbereit sein", erwähnte Maertens, der unter anderem noch den Bürgersinn, den Teamgeist und die Bereitschaft in das Blickfeld rückte, ehe er die erheblichen Kosteneinsparungen von etwa 35 000 Euro nannte und die Beteiligung der Kommune auf 15 000 Euro bezifferte. Damit sei eine "wichtige Lücke in der Ausrüstung geschlossen" worden, so der Chef der Stadtverwaltung, der neben einem Wimpel noch einen Zuschuss für eine neue Fahne bereithielt.

Nach der mit einem Wappen verbundenen offiziellen Schlüsselübergabe an den Stadtbrandmeister Elmar Wohlfart, der die dringende Notwendigkeit dieses Projektes in den Raum stellte, bevor er das überdimensionale Utensil an den Abteilungskommandanten weiter reichte, gehörte das Wort Pater Robert Beck vom Augustiner-Kloster in Messelhausen, der nach einem Bibelzitat das Gerätehaus und die Gäste segnete, wobei Barbara Frank-Wohlgemuth entsprechende Fürbitten vortrug.

Man habe mit diesem vollauf gelungenen Neubau eine gute Entscheidung getroffen, erklärte danach Kreisbrandmeister Alfred Wirsching, der die gefundene Lösung begrüßte, nachdem nun in Oberbalbach ein Tragkraftspritzenfahrzeug stationiert sei.

Einem dicken Lob an den Abteilungskommandanten und seine Helfer folgte dann ein kurzer Abriss des früheren Ortsvorstehers Josef Ruf, der noch einmal die "erstklassige Jugendarbeit" betonte, ehe sein Nachfolger, Joachim Markert, ebenfalls das leistungsfähige Team in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen stellte. Markert, der sich ausführlich mit der gezielten Nachwuchsförderung beschäftigte, listete schließlich noch einmal die einzelnen Stationen bis zur jetzigen Einweihung auf, um nach der Übergabe einer St.-Florian-Figur abschließend festzuhalten: "Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses stellt einen wichtigen Beitrag zur Verschönerung der Gemeinde dar. Mit dem renovierten Gebäude der Grundschule, dem neuen Kindergarten, den herrlichen öffentlichen Grünanlagen am Bach und dem modernisierten Pfarrareal sowie dem neu gebauten Proberaum der Musiker verfügt Oberbalbach inzwischen über einen modernen, urbanen Dorfkern."

 

Fränkische Nachrichten vom 05.06.2008

 
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