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Eltern zwei Tage im Einsatz

Freiwilliger Arbeitsdienst von 15 Vätern und der Lehrerin Silvia Schmieg an der Grundschule

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OBERBALBACH. Auch die äußeren Bedingungen müssen stimmen: Nachdem die Grundschule Oberbalbach, bekanntlich eine Außenstelle der Unterbalbacher Bildungsstätte, ja erst unlängst vom Land Baden-Württemberg in das Projekt "Bildungshaus Drei bis Zehn" aufgenommen wurde (wir berichteten), machten sich nun insgesamt 15 Väter gemeinsam mit der Lehrerin Silvia Schmieg daran, die Räumlichkeiten den erhöhten Voraussetzungen anzupassen. Der freiwillige Arbeitseinsatz zog sich dabei über zwei Tage hin.

Bedingt durch dieses Modellvorhaben entwickelte die örtliche Pädagogin Silvia Schmieg neue Unterrichtsformen für die erste und zweite Klasse, und zwar mit klassenübergreifenden und jahrgangsgemischten Stunden, die in beiden Schulräumen gleichzeitig ablaufen, weshalb man jetzt den veränderten Anforderungen Rechnung trug. Aus didaktischen Gründen und um Energie einzusparen, wurde deshalb von den Eltern ein Windfang zum offenen Treppenhaus eingebaut. In diesem Rahmen erhielt auch der Eingangsflur eine neue Decke mit Holzverkleidung, ergänzt durch einen passenden Anstrich. Die zuvor vom Ortschaftsrat mit Rudi Schmieg im Liegenschaftsamt des Rathauses und mit Frank Kaiser vom Stadtbauamt abgesprochene Aktion war vom Elternbeirat unter der Federführung von Martina und Michael Müller professionell geplant worden.

Dabei verstand man es, alle Arbeiten fachgerecht und mit viel Liebe zum Detail auszuführen. Wie dazu Ortsvorsteher Joachim Markert mit gewissem Stolz anmerkte, zeigten sich somit die Oberbalbacher Eltern im vergangenen Jahr zusammen fünf Mal ehrenamtlich am und um das Grundschulgebäude im Einsatz.

Nachdem man im Februar die Jungen- und die Mädchentoiletten frisch gefliest hatte sowie die Wände mit einem neuen Anstrich aufwertete, pflanzte man im Frühjahr die Grünfläche ein, verbunden mit dem Setzen eines Bäumchens. Jetzt im Winter wurden noch die Fenster abgeschliffen und gestrichen, wobei man vor kurzem ebenfalls die Fassade sowie die Dachrinne komplett von Verschmutzungen befreite. "Das Schulhaus von 1850 stellt für die Oberbalbacher ein kulturhistorisch wichtiges Gebäude dar", so Markert weiter, deshalb werde man in den kommenden Frühlingstagen daran gehen, die Bruchsteine am Sockel in Eigenleistung zu säubern und auszufugen.

In der Zwischenzeit hätten außerdem die Schulkinder gemeinsam mit dem lokalen Stadtrat Christian-Andreas Strube die Grünflächen im Dorf mit selbst gebastelten Vogelhäuschen versehen, freute sich der Ortsvorsteher, der darauf hinwies, dass die verschiedenen Baumarten in den vergangenen Jahren mit Namensschildern in deutscher und lateinischer Bezeichnung ausgestattet worden seien. 2007 habe man darüber hinaus zudem zahlreiche Sonnenblumen eingesät, erklärte Joachim Markert, der abschließend festhielt: "Auch in diesem Jahr ist wieder eine neue Aktion der Kinder aus der Grundschule eingeplant."

Fränkische Nachrichten 3. Januar 2008

 
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