www.oberbalbach.de Startseite  Druckversion  Sitemap 

Feierstunde: Landgasthof "Zum Hirschen" wurde 200 Jahre alt / Hohe Lebensqualität für die Bevölkerung

Die gute Stube von Oberbalbach

OBERBALBACH. "Dieser beliebte Treffpunkt begleitet uns konstant durch die jüngste Geschichte": Wenn man bedenke, dass Oberbalbach 2010 auf 750 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung zurückblicken könne, werde die Besonderheit dieses Jubiläums deutlich, bekräftigte Ortsvorsteher Joachim Markert, als nun das 200-jährige Bestehen des Landgasthofes "Zum Hirschen" (wir berichteten) den Anlass für eine Feierstunde bildete. Zahlreiche Gäste nahmen dabei die Gelegenheit wahr, auf diese kontinuierliche Zeitspanne das Glas zu erheben.

Es gehöre großes unternehmerisches Geschick dazu, einen Betrieb wie ein Gasthaus durch ständig wechselnde Modetrends zu führen, hob in seiner Ansprache der Ortsvorsteher hervor, der darauf aufmerksam machte, dass man die Gaststätte ja erst zuletzt um einen idyllischen Biergarten ergänzt habe, während außerdem der Saal renoviert worden sei.

Der "Hirschen", der durch Qualität in Service und regionaler Küche sowie die traditionell günstigen Preise besteche, könne getrost als die "gute Stube" Oberbalbachs bezeichnet werden, merkte Joachim Markert an, würden hier doch quasi alle festlichen Ereignisse wie Geburtstage, Hochzeiten und Jubiläen gefeiert.

Zudem diene das imposante Gebäude als Anlaufstelle vieler örtlicher Vereine bei ihren jeweiligen Hauptversammlungen, wusste Markert, der die Einrichtung eine hervorragende Visitenkarte der Gemeinde nannte, strahle sie doch den Charme ländlicher Idylle aus, für die Oberbalbach stehe.

"Kurz gesagt, der 'Hirschen' trägt enorm zur hiesigen hohen Lebensqualität bei", betonte Joachim Markert, der auf den eindeutigen Beschluss des Ortschaftsrates verwies, der Wirtin Marga Gießler für ihre unternehmerische Leistung die Figur des lokalen Schutzpatrons St. Georg zu überreichen. Dieses begehrte Symbol sei bisher lediglich an insgesamt zehn Personen verliehen worden, hieß es noch.

Nachdem Stadtrat Christian-Andreas Strube der Wirtin eine Luftaufnahme von Oberbalbach ausgehändigt hatte, verbunden mit den besten Wünschen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft, gab Marga Gießler ihrer Freude über den regen Zuspruch Ausdruck, wobei sie vor allem die Balbachtaler Musikanten würdigte.

Schließlich stamme von diesem Klangkörper, der ohne Gage auftrete, die Anregung, das Jubiläum in einem solchen Rahmen zu begehen, so die Chefin, die versicherte, sich auch künftig wie gewohnt um das Wohl ihrer Gäste zu kümmern, um damit den Aufenthalt in der Wirtschaft stets zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen.

Es sei für sie keine Frage gewesen, selbst den Termin dieser Jubiläumsfeier wahrzunehmen, unterstrich im Anschluss die Geschäftsführerin der Distelhäuser Brauerei, Sabine Bauer, pflegten doch ihre Familie und der Landgasthof mit Elli und Alois Wülk, den Eltern der heutigen Wirtin, sowie mit Marga Gießler bereits seit vielen Jahren eine enge persönliche Verbundenheit.

Sabine Bauer, die ein Fass Freibier mitgebracht hatte, während sie die Inhaberin mit einem Präsent bedachte, rückte ausdrücklich die langjährige Firmentreue in den Mittelpunkt, womit der "Hirschen" auf einem der vorderen Plätze rangiere.

Nach einem gemeinsamen "Prosit" auf die Zukunft bedeutete es daraufhin für die Balbachtaler Musikanten eine spezielle Verpflichtung, dieses Jubiläum entsprechend zu umrahmen. Die Formation, die im Biergarten zu ihren Instrumenten griff, glänzte mit einer Bandbreite des gesamten, breit angelegten Repertoires, das von Schlagern der 70er und 80er Jahre über Titel aus dem volkstümlichen Bereich und Party-Hits bis hin zu aktuellen Songs reichte. Kein Wunder somit, dass das gelungene "Ständchen" bis gegen Mitternacht dauerte. bix

 

Fränkische Nachrichten vom 19. August 2009

 
CMS von artmedic webdesign