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Landtagspräsident Guido Wolf MdL in Oberbalbach - "Der ländliche Raum ist eine Stärke des Landes"

"Suchst Du Erholung allemal,
zieh Dich zurück ins Taubertal.
Dort stellt sich die Erkenntnis ein,
s' ist Gnade, Oberbalbacher zu sein."
- gedichtet von Landtagspräsident Guido Wolf MdL anlässlich seines Besuches im Mai 2013 in Oberbalbach -


Wolf MdL

Oberbalbach, 07. Mai 2013. Mit dem baden-württembergischen Landtagspräsidenten Guido Wolf gastierte am Dienstagabend ein sehr renommierter Besuch in der Mehrzweckhalle in Oberbalbach. Auf Einladung des Oberbalbacher Ortschaftsrates und des CDU-Ortsverbandes sowie der Senioren Union des Stadt-und Kreisverbandes Lauda-Königshofen referierte Wolf im Beisein zahlreicher Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie vieler Bürger zum Thema "Lust auf Zukunft - Wir bleiben Optimisten!".

Bürgerdialog werde, wie seine landesweit zahlreiche Präsenz vor Ort beweise, bei Wolf, der dem ländlichen Raum seit frühester Jugend auf besondere Weise verbunden sei, groß geschrieben, begrüßte Bürgermeister Thomas Maertens den laut Verfassung nach dem Ministerpräsidenten zweiten Mann im Land. Zudem bilde bürgerschaftliches Engagement seit Beginn seiner politischen Arbeit einen wichtigen Schwerpunkt. Darüber hinaus sprach Maertens dem Hauptinitiator der Veranstaltung, dem designierten neuen Ortsvorsteher von Oberbalbach und Stadtrat Christian Andreas Strube, seinen ganz besonderen Dank aus.

"Mit Mut und Erfahrung die Zukunft gestalten ist der Anspruch für uns, der Politik zu machen, der um ein Miteinander von Jung und Alt zu fördern, meinte Mitinitiator Werner Keppner im Namen des Stadt-und Kreisverbandes der Senioren-Union. Das Motto von Wolfs Vortrag sei für den Landkreis aufgrund des demografischen Wandels zwar nicht ganz einfach, es gebe jedoch auch viel Positives wie die aktiven Vereine und das bürgerschaftliche Engagement vieler Bürger, betonte MdB Alois Gerig. MdL Prof. Dr. Wolfgang Reinhart verwies ebenso wie Gerig auf die geradezu mustergültige Rolle Oberbalbachs beim bürgerschaftlichen Engagement, das die Stärke des ländlichen Raums sowie "ein Stück Heimat zu fühlen und zu spüren" widerspiegle.

"Ich bin überwältigt. Was ich hier erlebe, ist ein Herzstück Baden-Württembergs und für bürgerschaftliches Engagement", zeigte sich Wolf über den herzlichen Empfang sichtlich angetan, der unter anderem von einem Böllerschießen der Historischen Gruppe der Schützengilde Königshofen sowie musikalischer Umrahmung durch die Balbachtaler Musikanten und des Alphornbläsertrios aus Oberbalbach begleitet wurde. "Der ländliche Raum ist eine Stärke Baden-Württembergs, die es unbedingt zu erhalten gilt", hob Wolf hervor und sprach sich gegen eine Strukturpolitik aus, die sich zunehmend auf die Ballungsräume konzentriere. "Auch in Oberbalbach wird deutlich, dass nicht der demografische Wandel der Hauptfeind des ländlichen Raums ist, sondern der Fatalismus", warnte Wolf.

Des Weiteren bezog sich der Landtagspräsident vor allem auf die vier Hauptaspekte Demokratie, Bildung, EU sowie die demografische Entwicklung. "Ihr Politiker seid nicht wegen der Parteipolitik gewählt, sondern um die Zukunft voranzubringen", habe er als häufig geäußerte Sehnsucht der Bevölkerung hinsichtlich einer repräsentativen Demokratie festgestellt. "Es muss uns wieder gelingen, Gemeinsamkeiten in der Politik zu schaffen", appellierte Wolf in diesem Zusammenhang. Zudem müssten Entscheidungen durch das Volk wie etwa der Bürgerentscheid für Stuttgart 21 von allen akzeptiert und getragen werden.

"Wir brauchen ein Bildungssystem, das auf die Unterschiede der einzelnen Menschen Rücksicht nimmt", forderte Wolf bezüglich einer Zukunft der Bildung. Hinsichtlich Europa sprach er sich unter anderem gegen eine Rückkehr zur D-Mark und gegen eine Vergemeinschaftlichung der Verschuldungen aus. Zudem sei die EU nicht nur mit Blick auf Währung und Geld zu betrachten, sondern wesentlich auch unter dem Aspekt einer nachhaltigen gemeinschaftlichen Friedenssicherung.

Bezüglich des demografischen Wandels gelte es, die Entwicklung nicht nur problemorientiert zu diskutieren. Zum Beispiel biete sich durch die Menschen, die mit immer höherem Alter immer gesünder lebten, ein großes Potenzial für das bürgerschaftliche Engagement und das Gesundheitswesen. Die derzeitigen Abwanderungstendenzen im ländlichen Raum müssten zudem nicht unbedingt weiterhin so anhalten, vielmehr könne es sein, dass die dortigen attraktiven Qualitäten wieder für mehr Zuläufe aus den Ballungsgebieten sorgen könnten. Hierzu sei jedoch eine Politik notwendig, welche die Infrastruktur im ländlichen Raum weiter voranbringe. "Wenn es gelingt, diese Aufgaben zu erledigen, dann braucht uns um den ländlichen Raum auch in Zukunft nicht bange zu sein", betonte Wolf als zuversichtliches Fazit.

Vor seinem Vortrag trug sich Landtagspräsident Wolf im Rahmen eines Empfangs durch Bürgermeister Thomas Maertens, zu dem der Kreistag, der Gemeinderat von Lauda-Königshofen sowie alle Ortsvorsteher und Ortschaftsräte geladen waren, in das Goldene Buch der Stadt Lauda-Königshofen sowie in das Gästebuch von Oberbalbach ein.

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Quelle: fnweb.de

 
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