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SV Oberbalbach: Ex-Bundesligaspieler Thomas Reis veranstaltete am Wochenende sein Fußballcamp

Tipps und Tricks von einem Profi


Oberbalbach. Thomas Reis streckt die Hände in die Höhe und schreit lauthals "Tooor" - doch der aus Wertheim stammende ehemalige Bundesligaspieler freut sich nicht etwa über ein Tor des VfL Bochum, bei dem er jahrelang spielte und auch heute noch als Jugendtrainer aktiv ist, sondern über ein Tor seiner Mannschaft beim Fußballcamp in Oberbalbach.

Vor kurzem startete Ex-Bundesligaspieler Thomas Reis gemeinsam mit seinem Kumpel Axel Hildenbrand die "Fußballcamp 2009"-Serie, die beide gemeinsam vor zwei Jahren ins leben riefen (wir berichteen). Der Auftakt bei seinem Heimatverein Wertheim-Eichel war für ihn verständlicherweise "etwas ganz Besonderes", aber auch von Oberbalbach, wo er nun am Wochenende zu Gast war, zeigte er sich begeistert.

Nicht ohne Grund kam er mit seinem dreitägigen Fußballcamp deshalb bereits zum zweiten Mal nach Oberbalbach und lobte den austragenden SV Oberbalbach in den höchsten Tönen: "Der Verein steht voll hinter der Sache." Auch Walter Neser, Vorsitzender des SV Oberbalbach, sprach von einem "großen Erfolg" des Fußballcamps mit Thomas Reis.

"Es war zwar auch letztes Jahr schon ganz gut, aber dieses Jahr ist nochmal eine gewaltige Steigerung", verriet der Vorsitzende. So hat sich die Anzahl der Teilnehmer von im letzten Jahr 44 auf 88 in diesem Jahr genau verdoppelt und stellt damit gleichzeitig das größte aller der vier von Thomas Reis veranstalteten Fußballcamps dar.

Den großen Run auf das diesjährige Fußballcamp in Oberbalbach führt Walter Neser auch darauf zurück, dass die anderen Camps weiter entfernt stattfinden und das Einzugsgebiet für das Fußballcamp in Oberbalbach dementsprechend groß war. Eine große Teilnehmerzahl verzeichnete der Verein unter anderem aus dem Gebiet Wittighausen und Bütthard, und neben den zahlreichen ortsansässigen auch viele Nachwuchsfußballer aus dem Raum Krautheim und sogar Ahorn. Doch durch die große Teilnehmersteigerung hatten die Veranstalter natürlich auch alle Hände voll zu tun. Thomas Reis legt deshalb großen Wert auf einen zuverlässigen Partner und gibt ohne Vorbehalt zu, dass es für ihn und seinen Freund Axel Hildenbrand unmöglich wäre, fast 90 Kinder gleichzeitig zu betreuen. Doch im SV Oberbalbach hat Thomas Reis einen verlässlichen Partner gefunden, der allein für die Betreuung der Kinder ständig mindestens sechs bis sieben Betreuer stellte und so zum Erfolg des Fußballcamps seinen maßgeblichen Beitrag leistete.

Für die knapp 90 Jungen und auch einige Mädchen spielte all das jedoch kaum eine Rolle, sie wollten einfach Fußball spielen, Tipps und Tricks vom Profi bekommen und natürlich jede Menge Spaß haben. Und der kam mit Sicherheit nicht zu kurz, das sah man den strahlenden Kinderaugen schon von weitem an.

Thomas Reis wäre mit Sicherheit kein Bundesligaspieler mit 128 Spieleinsätzen geworden, wenn ihm die entsprechende Professionalität gefehlt hätte, und auch bei seinen Fußballcamps kommt sie zum Vorschein. Er veranstaltet seine Fußballcamps nicht ganz ohne Hintergedanken und gibt offen zu, dass er hofft irgendwann einmal einen Spieler aus der Region zum VfL Bochum locken zu können.

Die Kinder erlebten in den drei Tagen nicht weniger als fünf professionelle Trainingseinheiten mit Thomas Reis. Dazu gab es noch zahlreiche spielerische Wettbewerbe wie den Elfmeterkönig, den Jonglierkönig und zum Abschluss am Sonntag noch ein großes Kinder-Eltern-Fest, bei dem die Nachwuchskicker gegen ihre Eltern sowohl auf dem Spielfeld als auch bei Spielstationen wie dem "Fallschirm-Lauf" antreten konnten.

Ob er seine Fußballcamps nächstes Jahr wieder veranstalten wird, konnte Reis noch nicht genau sagen, da er zum einen im Herbst seine A-Lizenz als Trainer ablegen will und zudem voraussichtlich auch Anfang nächsten Jahres sein Studium als Sportfachwirt abschließen wird.

Mit diesen Zusatzqualifikationen hofft er, zunächst zum Trainer höherer Jugendmannschaften aufsteigen zu können und eines Tages vielleicht sogar ins Management des VfL Bochum zu wechseln.

Es hängt also schlichtweg davon ab, ob Thomas Reis dann noch die nötige Zeit bleibt. Der Wunsch, die Camps auch weiterhin zu veranstalten, besteht von seiner Seite aber auf jeden Fall.

Für die Fußballcamps in Neubrunn und Schweinberg sind noch wenige Restplätze für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren verfügbar. Nähere Informationen und Anmeldungsmöglichkeiten gibt unter der Internet-Adresse www.fussballcamp2009.de


Fränkische Nachrichten vom 18. August 2009
 
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