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Oberbalbacher Zwillinge: Die beiden 16-jährigen Laura und Isabell Klingert gehören in Bayern zu den Hoffnungsträgern

Die Region hat zwei neue Tennistalente

OBERBALBACH. Sie gelten als die derzeit talentiertesten Nachwuchs-Tennisspielerinnen der Region: Laura und Isabell Klingert, die Zwillinge aus Oberbalbach, blicken nun auf eine erfolgreiche Saison 2008 zurück, in der es den seit wenigen Tagen 16-Jährigen gelang, ihre jeweilige Position in den Ranglisten weiter zu verbessern. Während Isabell gar eine Serie von 17 Siegen in Folge hinlegte, erreichte Laura beispielsweise bei einem gut besetzten Europe-Turnier über die 64er-Qualifikation das Hauptfeld.

Durch stetige Starts mit diversen Erfolgen sowohl bei den Juniorinnen, in der U 21 und bei den Damen kämpften sich die beiden Gymnasiastinnen zuletzt weiter stetig nach vorne.

Nachdem Isabell bei ihrer erstmaligen Teilnahme an den unterfränkischen Bezirksmeisterschaften ohne große Probleme ins Finale gelangt war und dort in zwei Sätzen siegte, schaffte sie damit prompt den Titelgewinn, wodurch sie sich für die bayerischen Meisterschaften Mitte Februar in Nürnberg qualifizierte.

Laura, die bei diesen Titelkämpfen aufgrund einer Schulveranstaltung fehlte, steht im Moment an erster Stelle der Warteliste und besitzt mit ein bisschen Glück noch die Chance, hier mitzuwirken. Die beiden, die nach Abschluss der Saison 2007 und dem knapp verpassten Aufstieg den Verein wechseln mussten, da sich die Spielgemeinschaft Tauberbischofsheim/Lauda nicht mehr in der Lage sah, konkurrenzfähige Mannschaften bei den Juniorinnen und Damen zu stellen, schwingen nun beim SB Versbach bei Würzburg das Racket.

Dort herzlich aufgenommen gaben die sehr guten Trainingsbedingungen und die Möglichkeit, bei den Juniorinnen U 18 (höchste Spielklasse in Unterfranken) sowie bei den Damen (Landesliga) mitspielen zu können, den Ausschlag für diese Entscheidung.

In der U 18 an Zwei und Drei gemeldet, wobei beide ohne Satzverlust ihre Partien gewannen, wurde man dadurch mit dem Team der Favoritenrolle gerecht, belegte am Ende den ersten Platz und holte sich überlegen und souverän den Titel - und dies bei einer persönlichen Bilanz von 79:7-Sätzen. Aber auch bei den Damen, die als Aufsteiger erstmals in der Landesliga antraten, absolvierten beide eine hervorragende Runde, wurden vom Coach in allen Begegnungen eingesetzt und trugen somit entscheidend zur Vizemeisterschaft bei.

Auch im vergangenen Jahr nahmen die Zwillinge die Gelegenheit wahr, bei den in Deutschland ausgetragenen TE-Turnieren (Tennis-Europa) in Waiblingen, Ulm, Renningen und Eching zu starten, um sich hier mit anderen europäischen Akteurinnen zu messen.

In diesem Rahmen bestritten sie einige erfolgreiche Matches; so setzte sich Laura in Renningen in der Qualifikation durch, um dann im Hauptfeld ihre ersten TE-Punkte zu holen. Auch Isabell, die gegen starke ausländische Gegnerinnen antrat, erkämpfte sich dabei etliche Siege. Dass allerdings bei den U 21- und Damenturnieren ein anderer Wind weht, bemerkte der Nachwuchs aus Oberbalbach sehr schnell, wobei man einige Zeit brauchte, um sich darauf einzustellen.

Bei den nationalen Turnieren gelang es Laura, mehrere gute Platzierungen zu erreichen, so beispielsweise in Markgröningen, Hambach, Murr (Dritte), in Schwenningen (Viertelfinale) sowie in Erbach (Zweite), wobei sie vor ihr gesetzte Spielerinnen der Rangliste aus dem Rennen warf. Isabell feierte dagegen zum Ende des Sommers ihre größten Erfolge, nach dritten Plätzen in Esslingen und in Murr kam sie in Markgröningen (U 16) und in Zell (U 21) jeweils auf den zweiten Rang, ehe sie ab den Herbstferien dann eine Serie mit 17 Siegen in Folge startete.

Bei Beteiligungen in Schwenningen, Hambach, Bamberg und Murr bezwang sie alle Kontrahentinnen und sicherte sich somit die Turniererfolge. In Murr traf sie so im Halbfinale auf die aktuelle Bezirksmeisterin von Baden I, die sie mit 6:0 und 6:2 niederhielt und damit ihre derzeit hervorragende Form unterstrich.

Laura, auf diesen Lauf angesprochen, meinte dazu, dass ihre Schwester momentan mit dem besseren Aufschlag oft den direkten Punkt mache, und dies verbunden mit einer super Vorhand. "2007 war ich die erfolgreichere, wer weiß, vielleicht habe ich 2009 wieder die Nase vorne."

Isabell lachend: "Wenn meine Schwester auf der Rückhand ihre gefürchteten Winnerschläge auspackt, hab' auch ich kaum eine Chance." Beide sind eben immer mit viel Spaß und Ehrgeiz bei der Sache, zumal sich Erfolge nur mit dem entsprechenden Training und persönlichem Verzicht auf viele andere Dinge einstellen.

Natürlich fordert die 16-Jährigen auch die zehnte Klasse im Deutschorden-Gymnasium in Bad Mergentheim, wobei sich in der Schule bisher keine Probleme auftaten, nachdem sich der zeitliche Aufwand für Tennis nicht nachteilig auf die Noten auswirkte. Allerdings nimmt Tennis und alles, was damit zusammenhängt, fast die gesamte Freizeit in Anspruch.

Beide wissen aber auch, dass es ohne diesen Aufwand keine Verbesserungen gibt, verbunden mit der Hoffnung auf eine weitere Fortentwicklung - und dies natürlich ohne größere Verletzungen.

Isabell Klingert, Bezirksmeisterin 2007 der U 16 im Bereich Baden I und aktuelle Titelträgerin in diesem Umfeld in Unterfranken, nimmt dort derzeit die zweite Stelle ein, während sie in Bayern auf Platz neun rangiert, in ihrem Jahrgang sogar auf fünf. Laura Klingert dagegen befindet sich momentan in ihrer Altersklasse an Position drei in Unterfranken und auf 18 in Bayern, wohingegen sie in ihrem Jahrgang zurzeit als Zwölfte geführt wird.

 

Fränkische Nachrichten vom 07. Februar 2009

 
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